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SOLOSHOW JAN DAVIDOFF

„OPEN WATERS“

OPENING: NOVEMBER 24, 2021 / 19h

 

GALERIE ANDREAS BINDER , MÜNCHEN

Versteck, 2021, 120x160cm, Malerei mischtechnik auf LW

Jan Davidoff, Versteck, 2021, 120x160cm, Malerei mischtechnik auf LW

 

Unter dem Titel Open Waters zeigt die Galerie Andreas Binder bereits zum vierten Mal Arbeiten des Künstlers Jan Davidoff.

Auch 2021 finden wir in Davidoffs Werken das für ihn charakteristische Bildthema – die Auseinandersetzung mit der Natur als Essenz alles Vergangenen und  Zukünftigen – wieder. Mal eingefangen im Mikrokosmos des Stilllebens, mal wiedergegeben in der Unendlichkeit der Landschaft, stets verbirgt sich hinter der vermeintlich reduzierten Motivwahl etwas Tieferes. 

Und so werden in der Ausstellung die „Offenen Gewässer“ zum Spiegelbild der pandemiebedingten Einschränkungen. Das zentrales Bildmotiv des Ammersees dient hier als Symbol für die Sehnsucht nach Ferne und Weite. Wie ein Künstler der Romantik wandelt Davidoff durch seine unmittelbare Umgebung, findet im Bekannten etwas Traumhaftes und Mystisches, sucht dort das Fremde und die Einsamkeit. 

Und auch das immer wiederkehrende Motiv des Hauses wird in diesem Spannungsverhältnis beleuchtet: als Zeichen für menschliches Leben, als Hauptspielort des Lebens in den vergangenen anderthalb Jahren, haftet ihm in Davidoffs Werken etwas geheimnisvolles, zuweilen unheimliches an. Die Unsicherheit, was sich hinter der abgelegten Tür verbergen könnte oder was hinter dem Fenster geschieht, vermittelt das kollektive Gefühl einer Zeit, in der die Bedrohung fester Bestandteil des Alltags geworden ist. 

Dabei bleibt  Davidoff seinem Stil und seiner künstlerischen Vorgehensweise, bei der er Photographien als Vorlage großformatiger Leinwandarbeiten nutzt, treu. Obgleich die Farbwahl immer reduzierter wird, so gewinnt das Zusammenspiel von Hintergrund- und Motivwahl zunehmend an Bedeutung. Während die Leinwand selbst durch den Auftrag verschiedenster Material- und Farbschichten – u.a. Marmormehl, pure Farbpigmente, gemahlenes Glas, Glimmer und Kunstharz – Materialität und Vielschichtigkeit suggeriert, so entsteht die eigentliche Tiefe der Arbeiten erst durch den Übertrag des figürlichen, nahezu holzschnittartigen Motivs auf die Oberfläche und den so entstehenden Bruch. Durch Brandspuren eines Lasers werden beispielsweise die Motive bei einer seiner neuen Techniken auf Karton übertragen und dann mit Kunstharz überzogen. 

Die Verschmelzung von Figürlichkeit und Abstraktion spiegelt dabei den nur vermeintlichen Gegensatz von Hier und Dort wider und macht einmal mehr deutlich, dass das Leben nur im Jetzt gelebt werden kann. Denn auch wenn Davidoffs Werken die Sehnsucht nach dem Anderen innewohnt, so steckt in ihnen doch die Kraft des Moments, der unabhängig ist von Zeit und Ort.  Insofern ist die Darstellung von kargen Baumlandschaften, isolierten Sonnenblumen, dem menschenleeren See keineswegs als Illustration apokalyptischer Szenarien zu verstehen. Vielmehr verkörpern die Werke im Spiel mit Licht und Schatten das Potential jeder Person, jeder Zeit und jeden Ortes im immerwährenden Fluss des Lebens zu scheinen. 

GALERIE ANDREAS BINDER

Knöbelstrasse 27
D-80538 München

T +49 (0) 89 21 93 92 50
F +49 (0) 89 21 93 92 52

info@andreasbinder.de

Opening hours:

Tuesday – Friday  12am – 5pm

Saturday                  12am – 3pm

 

 

 

 

 

 


Jan Davidoff @ Atelierstipendium Atelier Rose Schondorf am Ammersee bis Ende Juli 2020

SZ 2020 Studio Rose

Süddeutsche Zeitung zu Jan Davidoff im Studio Rose

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