Galerie Andreas Binder

PRESSEMITTEILUNG

JAN DAVIDOFF : BRIDGING A GAP

Vernissage: Donnerstag, 16. MAI 2013 ab 19 Uhr
In der Galerie Andreas Binder
Jan Davidoff wird persönlich anwesend sein.
Ausstellungsdauer: 17. Mai bis 29. Juni 2013.

In der Ausstellung „Bridging a Gap“ präsentiert die Galerie Andreas Binder den Maler Jan Davidoff erstmals in einer Einzelausstellung. Der Absolvent der Münchner Akademie der Bildenden Künste
reüssierte bereits als Student und ist spätestens seit seinem Diplom in der Klasse Günther Förg 2009 national und international auf zahlreichen Ausstellungen und Messen zu sehen. Der Künstler gilt als eines der hoffnungsvollsten Talente der jüngsten Zeit. In seinem bereits sehr beachtlichen OEvre hat Davidoff gleichsam seine ganz eigene Bildsprache gefunden, die mit einer großen technischen
Bandbreite interferiert.
Die Ausstellung „Bridging a gap“ widmet sich der Auseinandersetzung des Malers mit der anthropogenen Landschaft. Dieser Begriff umfasst die Welt aus der Sicht Davidoffs, die sich ihm als eine kulturhistorische präsentiert. Dieser Vorstellung folgend untersucht er in seiner Malerei das Wechselspiel von Kultur und Natur, indem er die Welt innerhalb ihrer natürlichen sowie den vom
Menschen geprägten Stufen porträtiert. Das Betrachten seiner Bilder gleicht daher oftmals einer Reise auf der Suche nach dem Ursprünglichen. Immer tiefer verstrickt sich der Mensch dabei in seiner eigenen Existenz, egal ob er in einer Menschenmenge aufgeht, Kathedralen, Hochhäuser in ihrer Gewaltigkeit um sich schwirren sieht, den Blick auf scheinbar unendliche Bachläufe richtet oder aber das Dickicht des Waldes ihn seine geringe Größe im Angesicht der übermächtigen alles überwuchernden Natur erfahren lässt. Doch die Perspektiven scheinen sich dabei zu verändern, wer
oder was ist denn Kreatur und wer der Kreator? Wer schafft was? Oder vielmehr, was schafft wen?
Grenzen heben sich auf, Naturgesetze verschwimmen, Isolation verschwindet, alles scheint eins zu sein – und ist es doch nicht.

Exemplarisch kann dieser Prozess anhand des Bildes „Zuwachs“ nachvollzogen werden. Ein starker Baumstamm, dünnes sich ins Endlose emporstreckendes Geäst demonstriert auf filigrane Art die
Gewalt der Natur sich des vom Menschen Geschaffenen zu bemächtigen. Jedoch wirkt der Baum seiner Lebendigkeit beraubt, schwarz, traurig. Der konturenbetonte, fast holzschnittartige Baum
bricht sich auf dem spiegelnden fluoreszenten Untergrund, einander sich ausschließende Gegensätze werden eins und heben sich doch deutlich voneinander ab.
Davidoff lotet die ganze Bandbreite malerischer Techniken aus, da er neben Arbeiten auf Leinwand Edelstahlplatten oder patinierte Kupferplatten als Grundlage für seine Malerei verwendet. Hier weisen bereits die Materialien die fruchtbare Wirkung von Mensch und Natur auf, denen der Künstler durch spezielle Schleiftechniken eine Dreidimensionalität verleiht, die mit den reduzierten und abstrahierten darauf abgebildeten Menschen oder Gebäuden eben jene Wirkung deutlich hervorheben. Auf diese Weise vermag er dem einfachen visuellen Wahrnehmungsakt einer weitere, fast magische Dimension zu entlocken.
Jan Davidoff lebt und arbeitet in München und Utting am Ammersee, Studienreisen durch China, Indien, Südostasien, Amerika.



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